Looper – ist das ein guter Film?

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Looper. Science-Fiction Thriller. 2012. Regie: Rian Johnson. Darsteller: Joseph-Gordon Levitt, Bruce Willis, Emily Blunt, Pierce Gagnon.

 

 

Because we separate

Like ripples on a blank shore 

Radiohead. Reckoner.

 

Joe (Joseph-Gordon Levitt) ist von Beruf Looper. Seine Aufgabe besteht im Eliminieren von Menschen, die aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt werden. Er reist zwischen den Jahren 2074 und 2044 umher, wird für jeden Mord mit Silberbarren bezahlt und ist abhängig von einer durch die Augen eingenommenen Droge.

Die erste Hälfte des Films spielt in einer amerikanischen Großstadt einschließlich fliegender Autos und Obdachloser. Während einflussreiche Verbrechersyndikate das Zeitreisen und somit die Welt kontrollieren, lebt der Großteil einer sich selbst überlassenen Gesellschaft in bitterer Armut.

Joes Leben ist eintönig. Am Tag führt er Hinrichtungen aus, nachts streift er durch Clubs. Die Umstände ändern sich schlagartig, als er den älteren Joe (Bruce Willis) und somit sich selbst exekutieren soll. Joe-Alt kann dem jedoch entgehen und flieht. Sie treffen sich in einem Restaurant wieder, wodurch ein alter Menschheitstraum in Erfüllung geht – die Begegnung mit sich selbst. Allerdings wird das in Looper nicht verkitscht dargestellt, sondern unterliegt dem Konflikt der Figuren. Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Joe-Jung und Joe-Alt beginnt.

Von hier an springt die Zeitstruktur der Ereignisse umher. Wie bei ähnlichen Filmen versucht man Klarheit über die zeitliche Logik zu gewinnen und so richtig scheint das nicht zu gelingen. In Looper ist das verkraftbar, da Regisseur Johnson trotz der Zeitsprünge den Handlungsfaden aufrechterhält.

Nach Einsetzen der Verfolgungsjagd zwischen den beiden Joes nimmt der Film eine Wendung: Der Schauplatz der Handlung wechselt von  Stadt auf Land. Im Gegensatz zur ersten Filmhälfte mit ihren überwiegend düsteren Bildern dominiert Tageslicht. Joe findet Zuflucht bei Sara (Emily Blunt), die mit dem kleinen Jungen Cid (Pierce Gagnon) auf einem Bauernhof lebt. Cid ist ein mysteriöses Kind, dessen mehrdeutige Herkunft die Antwort auf etwas sein könnte, mit dem Joe nicht rechnet…

+ + +

Die Story von Looper wirkt streckenweise langatmig und abgegriffen. Im Gegensatz dazu überzeugen die Charaktere. Regisseur Johnson setzt den gealterten Actionhelden Bruce Willis geschickt in Szene. Willis erschießt seine Feinde quasi in Salzsäulenstellung, regungslos und ohne dass der Zuschauer die zu Boden fallenden Leichen sehen würde. Das ist eine seltene Darstellungsform – für Action- und Genrefilme wie Looper – wodurch eine stärkere Konzentration auf Bruce Willis entsteht.

Beeindruckend ist die Besetzung von Cid mit Pierce Gagnon, der unter anderem im 2010er-Remake von The Crazies zu sehen war.

Pierce Gagnon 

In Looper überzeugt der vielseitige Gagnon erstmals in einer größeren Rolle. Gagnon ist ein vielseitiger Schauspieler, der zwischen verschiedenen Stimmungslagen überzeugend wechseln kann.

Looper einen empfehlenwerten Film zu nennen, würde zu weit gehen, da die gesellschaftliche Wirklichkeit des Films zu klischeehaft erscheint und die Plotmuster des Zeitreisens wie zu schnell gelöst wirken.

Gleichzeitig erschafft Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson nicht nur mit Joe-Alt, aber besonders durch Cid eine neue und ungewöhnliche Filmfigur. Die Stärke von Looper liegt in den Charakteren.

 

Der Trailer auf Deutsch

 

Der Trailer auf Englisch

 

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Bildquellen

Artikelbild: www.blogspot.com

Bild in Artikel: www.imdb.com

 

 

Autor: Max Neumann

Max Neumann ist Gründer und Autor von maxneu.de. Hier findest Du:

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